
Pumpe · Hebeanlage
Hebeanlage und Pumpen in Erlensee
Wo Abwasser nicht von selbst abläuft, muss es gepumpt werden. Das gilt für das Bad im Keller, für eine Waschküche unter der Straße, für Garagen und Gewerbe. Eine Hebeanlage sammelt das Abwasser in einem Behälter und pumpt es nach oben in die Leitung zum Kanal. Fällt sie aus, steht Abwasser im Haus.
Wir bauen Hebeanlagen und Abwasserpumpen in Erlensee, Hanau und Umgebung ein, reparieren sie und übernehmen die Wartung. Hier erklären wir, wie eine Hebeanlage funktioniert, wann sie nötig ist, woran man Störungen erkennt und wie oft sie gewartet werden sollte.
Auf dieser Seite
Wie eine Hebeanlage funktioniert
Das Abwasser fließt in einen geschlossenen Sammelbehälter. Ein Schwimmer, auch Niveauschalter genannt, meldet den Füllstand. Ist der Behälter bis zu einer Marke gefüllt, schaltet er die Pumpe ein. Sie fördert das Abwasser über eine Druckleitung nach oben, meist über die Rückstauebene, und von dort in den Kanal. Ist der Behälter leer, schaltet die Pumpe wieder ab.
Eine Fäkalienhebeanlage nimmt auch Abwasser aus der Toilette auf. Der Behälter ist dafür gas- und wasserdicht, und die Anlage wird über Dach entlüftet. Das beschreiben die Normen DIN EN 12050-1 für die Anlage und DIN 1986-100 für den Einbau. Bei größeren Anlagen oder höheren Anforderungen werden zwei Pumpen eingesetzt, damit bei einem Ausfall die zweite übernimmt.
Wann eine Hebeanlage nötig ist
- Wenn Toilette, Dusche oder Waschmaschine unterhalb der Rückstauebene liegen und regelmäßig genutzt werden. Ein Rückstauverschluss allein reicht dann nicht.
- Wenn das Gefälle zum Kanal nicht ausreicht, zum Beispiel bei einem Ausbau im Keller.
- In Gebäuden, bei denen das Abwasser tiefer anfällt als der Anschluss an den Kanal.
- Bei Gewerbe und Betrieben, wenn Abwasser aus Waschplätzen oder Küchen unterhalb der Rückstauebene entsteht.
Ob bei Ihnen eine Hebeanlage nötig ist, hängt von der Rückstauebene und von der Lage der Ablaufstellen ab. Mehr dazu auf unserer Seite zu Rückstauverschlüssen.
Störung: woran Sie es merken und was Sie tun können
Eine Hebeanlage zeigt Probleme meist an, bevor sie ganz ausfällt. Achten Sie auf:
- Einen Alarm, ein Piepen oder eine Störungsanzeige am Steuergerät.
- Pumpengeräusche, die lauter werden, ratternd klingen oder gar nicht mehr zu hören sind.
- Abwasser, das langsamer abläuft, oder Geruch aus dem Keller.
- Eine Pumpe, die dauernd läuft oder in kurzen Abständen an- und abschaltet.
Mögliche Ursachen sind Fremdkörper in der Pumpe (Feuchttücher, Hygieneartikel, Textilien), ein klemmender Schwimmer, Verschleiß, eine defekte Rückschlagklappe, ein verstopftes Rohr oder ein elektrischer Fehler. Die Ursache lässt sich vor Ort meist schnell eingrenzen.
Reparatur
Wir suchen die Ursache, beheben sie und prüfen, ob die Anlage wieder zuverlässig läuft. Je nach Fall tauschen wir einen Schwimmerschalter, eine Pumpe, eine Rückschlagklappe oder Teile der Steuerung. Wir sagen Ihnen vorher, was nötig ist, und ob sich eine Reparatur noch lohnt oder ob eine neue Pumpe sinnvoller ist.
Wartung: wie oft?
Eine Hebeanlage läuft oft über Jahre unauffällig, bis sie nicht mehr läuft. Regelmäßige Wartung verhindert das. Die Norm DIN EN 12056-4 nennt dafür Richtwerte, abhängig davon, wie die Anlage genutzt wird:
| Nutzung | Wartung durch eine Fachkraft |
|---|---|
| Einfamilienhaus | einmal im Jahr |
| Mehrfamilienhaus | alle sechs Monate |
| Gewerbe | alle drei Monate |
Zusätzlich sollte der Betreiber die Anlage regelmäßig selbst auf Auffälligkeiten prüfen, zum Beispiel einmal im Monat per Sichtkontrolle.
Bei einer Wartung prüft die Fachkraft unter anderem die Verbindungen auf Dichtheit, die Schieber, den elektrischen Teil und den Sammelbehälter und reinigt die Anlage. Mehr zum Thema für Hausverwaltungen und Gewerbe finden Sie im Wartungs-Check auf unserer Startseite.
Montage
Beim Einbau einer neuen Hebeanlage kommt es auf Planung an. Die Anlage muss zum Abwasser passen (fäkalienhaltig oder fäkalienfrei), die Förderleistung muss stimmen, die Druckleitung wird in der Regel als Schleife über die Rückstauebene geführt, und die Lüftung muss über Dach gehen. Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene müssen an die Anlage angeschlossen sein.
- Bestandsaufnahme: Wo fällt wie viel Abwasser an, wo liegt die Rückstauebene, wo ist Platz?
- Auswahl: Anlage und Größe, ein oder zwei Pumpen.
- Einbau: Behälter, Pumpe, Steuerung, Druckleitung mit Rückstauschleife, Lüftung.
- Funktionsprüfung und Einweisung: Sie erfahren, worauf Sie im Betrieb achten sollten.
Abwasserpumpen im Schacht und im Keller
Nicht jede Pumpe sitzt in einer Hebeanlage. Tauchpumpen in Schächten, Pumpensümpfen und Kellerschächten fördern Schmutzwasser, Drainagewasser oder Regenwasser. Auch hier gilt: Fremdkörper, Ablagerungen und Verschleiß sind die häufigsten Ursachen für Ausfälle, und eine Pumpe, die man nur im Notfall beachtet, fällt im Notfall aus. Wir reparieren und tauschen Abwasserpumpen und sehen nach, ob Schacht und Zulauf in Ordnung sind.
Hebeanlagen in Erlensee, Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis
Bei Starkregen, aber auch bei Verstopfung im Kanal, steigt das Wasser im Netz. Eine Hebeanlage mit Rückstauschleife schützt Räume unterhalb der Rückstauebene zuverlässiger als ein einfacher Verschluss, weil das Abwasser über die Rückstauebene gepumpt wird. Wo die Rückstauebene Ihres Grundstücks liegt, sagt Ihnen Ihre Stadt.
Häufige Fragen
Fragen zu Pumpen und Hebeanlagen
Wie oft muss eine Hebeanlage gewartet werden?
Als Richtwert nach DIN EN 12056-4: im Einfamilienhaus einmal im Jahr, im Mehrfamilienhaus alle sechs Monate, im Gewerbe alle drei Monate, jeweils durch eine Fachkraft. Zusätzlich sollte der Betreiber die Anlage regelmäßig selbst prüfen.
Meine Hebeanlage piept. Was bedeutet das?
Meist ist es ein Alarm: Der Füllstand im Behälter ist zu hoch, oder die Pumpe läuft nicht. Lassen Sie kein weiteres Wasser einlaufen und rufen Sie uns an.
Was ist der Unterschied zwischen Hebeanlage und Rückstauverschluss?
Ein Rückstauverschluss schließt die Leitung bei Rückstau, eine Hebeanlage pumpt das Abwasser nach oben. Für regelmäßig genutzte Räume unter der Rückstauebene ist eine Hebeanlage die richtige Lösung.
Was gehört nicht in eine Hebeanlage?
Feuchttücher, Hygieneartikel, Textilien, Katzenstreu und Fett. Sie können Pumpe und Schwimmer blockieren.
Lohnt sich eine Reparatur oder ist eine neue Pumpe besser?
Das hängt vom Alter, vom Schaden und von den Ersatzteilen ab. Wir sagen Ihnen, was nötig ist und was nicht, und überlassen die Entscheidung Ihnen.
Wo muss eine Hebeanlage entlüftet werden?
Fäkalienhebeanlagen werden über Dach entlüftet. Das beschreibt die DIN 1986-100.
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