
Saugdienst · Grube
Fäkalgrube entleeren in Erlensee
Nicht jedes Grundstück ist an den öffentlichen Kanal angeschlossen. Wo es keinen Anschluss gibt, etwa bei Aussiedlerhöfen, Gartengrundstücken, Wochenendhäusern oder Kleingärten, wird das Abwasser oft in einer Grube gesammelt, einer Fäkalgrube oder abflusslosen Sammelgrube. Sie hat keinen Ablauf und muss regelmäßig geleert werden.
Wir leeren Gruben in Erlensee, Hanau und Umgebung und kümmern uns um die Entsorgung. Hier erklären wir, was eine Sammelgrube ist, wann sie geleert werden sollte, was dabei zu beachten ist und welche Pflichten Eigentümer haben.
Auf dieser Seite
Was ist eine abflusslose Sammelgrube?
Eine abflusslose Sammelgrube ist ein geschlossener, vollständig dichter Behälter, in dem das gesamte Abwasser eines Grundstücks gesammelt wird. In der Grube wird nichts gereinigt. Das Abwasser bleibt, bis es abgefahren wird.
Im Alltag sagt man Fäkalgrube, Klärgrube, Sammelgrube oder Jauchegrube. Das ist nicht ganz dasselbe: Eine Kleinkläranlage reinigt das Abwasser und leitet es danach ab. Eine abflusslose Grube sammelt nur und muss deshalb deutlich häufiger geleert werden.
Wann eine Grube geleert werden muss
Das hängt von der Größe der Grube und der Menge an Abwasser ab. Viele Gemeinden legen in ihrer Satzung fest, bis zu welchem Füllstand die Grube gefüllt sein darf. In manchen Orten gilt zum Beispiel: leeren, spätestens wenn das Abwasser einen halben Meter unter dem Zulauf steht. Ihre Entwässerungssatzung sagt, was bei Ihnen gilt.
- Die Grube ist bis zur vorgegebenen Höhe gefüllt.
- Es riecht im Haus oder auf dem Grundstück nach Abwasser.
- Das Abwasser läuft aus Toilette oder Abflüssen langsamer ab, weil die Grube voll ist.
- Die Satzung oder der Entsorgungsplan Ihrer Gemeinde verlangt eine Leerung.
So läuft eine Leerung ab
- Anmeldung: Sie nennen uns Lage und Größe der Grube und wie wir mit dem Fahrzeug herankommen.
- Absaugen: Das Abwasser wird vollständig abgesaugt, bis die Grube leer ist.
- Kontrolle: Wir sehen, ob die Grube äußerlich in Ordnung ist, und weisen Sie auf Auffälligkeiten hin, etwa Risse oder Undichtigkeiten.
- Entsorgung: Das Abwasser wird zu einer dafür zugelassenen Anlage gebracht, in der Regel einer kommunalen Kläranlage.
- Nachweis: Sie bekommen einen Beleg über die Entsorgung.
Pflichten als Eigentümer
- Genehmigung: Für eine abflusslose Grube sind in der Regel Anmeldung oder Genehmigung nötig. Wer zuständig ist und was verlangt wird, regelt Ihre Gemeinde, in Hessen über Satzung und untere Wasserbehörde. Größe, Material und der Nachweis der Dichtheit spielen dabei eine Rolle.
- Dichtheit: Die Grube muss dicht sein. Nach dem Einbau wird die Dichtheit nachgewiesen, später muss sie regelmäßig kontrolliert werden, um das Grundwasser zu schützen.
- Leerung: Nur zugelassene Entsorger dürfen die Grube leeren, und das Abwasser muss in eine geeignete Kläranlage.
- Nachweise: Heben Sie die Belege über Leerung und Entsorgung auf.
Wie genau diese Pflichten in Ihrem Fall aussehen, regelt Ihre Gemeinde in der Satzung. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten, und beantworten Ihre Fragen zur Leerung.
Eine undichte Grube erkennen
Eine undichte Grube fällt oft dadurch auf, dass sie zu selten voll wird, obwohl das Abwasser nicht weniger geworden ist. Das Abwasser versickert dann im Boden, und das gefährdet das Grundwasser. Weitere Zeichen sind feuchte Stellen, Geruch oder ungewöhnlich üppiger Bewuchs in der Nähe der Grube.
Wer eine undichte Stelle vermutet, sollte sie prüfen lassen. Wie eine Dichtheitsprüfung abläuft, steht auf unserer Seite dazu.
Gruben in Erlensee, Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis
Gruben finden sich typischerweise dort, wo kein öffentlicher Kanal liegt: am Ortsrand, auf Gartengrundstücken oder bei Gebäuden, die nachträglich genutzt werden. Ob ein Anschluss an den Kanal möglich oder vorgeschrieben ist, entscheidet die Stadt. Wir helfen bei der Leerung der bestehenden Grube und sagen Ihnen, was Sie bei Ihrer Stadt erfragen sollten.
Häufige Fragen
Fragen zu Fäkalgruben
Was ist der Unterschied zwischen Fäkalgrube und Kleinkläranlage?
Eine abflusslose Grube sammelt das Abwasser nur und hat keinen Ablauf. Eine Kleinkläranlage reinigt es und leitet es danach ab. Beides muss regelmäßig gewartet werden, die Grube braucht deutlich häufiger eine Leerung.
Wie oft muss eine Fäkalgrube geleert werden?
Das hängt von Größe und Nutzung ab. Viele Gemeinden legen einen höchsten Füllstand fest. Prüfen Sie Ihre Satzung oder fragen Sie bei der Stadt nach.
Wohin kommt der Inhalt der Grube?
Zu einer zugelassenen Anlage, in der Regel zu einer kommunalen Kläranlage. Er darf nicht auf dem Grundstück ausgebracht oder in den Kanal geleitet werden.
Muss ich die Leerung vorher anmelden?
In manchen Gemeinden ja, mit einer Frist von einigen Werktagen. Ihre Stadt sagt Ihnen, was bei Ihnen gilt.
Woran erkenne ich, dass meine Grube undicht ist?
Wenn sie sich ungewöhnlich langsam füllt, wenn es in der Umgebung feucht ist oder riecht. Lassen Sie sie dann prüfen.
Kann ich meine Grube durch einen Kanalanschluss ersetzen?
Das entscheidet die Stadt. Wenn ein öffentlicher Kanal in der Nähe liegt, kann ein Anschluss möglich oder sogar vorgeschrieben sein. Fragen Sie bei Ihrer Stadtverwaltung nach.
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