Zisterne · Wartung

Regenwassernutzung in Erlensee

Regenwasser ist kostenlos und weich, geeignet für Gartenbewässerung, Toilettenspülung und Waschmaschine. Viele Häuser haben dafür eine Zisterne im Garten, einen Filter, eine Pumpe und eine Steuerung. Solange die Anlage läuft, denkt man nicht an sie. Dann wird das Wasser trüb, die Pumpe brummt, oder der Filter ist verstopft.

Wir reinigen und warten Regenwassernutzungsanlagen in Erlensee, Hanau und Umgebung. Hier erklären wir, wie eine Anlage aufgebaut ist, was bei der Wartung zu beachten ist und was Betreiber über Trinkwassertrennung und Anzeigepflicht wissen sollten.

Auf dieser Seite

Wie eine Regenwassernutzungsanlage aufgebaut ist

  • Zisterne oder Speicher: sammelt das Wasser, meist unterirdisch.
  • Filter: hält Laub, Pollen und grobe Verschmutzung zurück, bevor das Wasser in die Zisterne läuft.
  • Pumpe: fördert das Wasser aus der Zisterne zu den Verbrauchern.
  • Steuerung: schaltet die Pumpe und sorgt für die Nachspeisung mit Trinkwasser, wenn die Zisterne leer ist.
  • Überlauf: leitet überschüssiges Wasser ab, in den Kanal oder eine Versickerung.

Die Teile müssen aufeinander abgestimmt sein: Die Größe der Zisterne hängt von der Dachfläche und dem Verbrauch ab, der Filter von der Dachfläche, die Pumpe vom gewünschten Druck. Die aktuellen Normen dazu sind die DIN 1989-100 (Ausgabe 2022, sie ersetzt die frühere DIN 1989-1 bis -4) und die DIN EN 16941-1.

Wartung: was regelmäßig zu tun ist

Wartungsaufgaben einer Regenwassernutzungsanlage
BauteilWas zu tun istWie oft (Richtwert)
FilterReinigen: Laub, Pollen und Ablagerungen entfernen.Mindestens zweimal im Jahr: im Frühjahr nach der Pollenzeit und im Herbst nach dem Laubfall.
ZisterneAuf Ablagerungen (Schlamm, Sand) prüfen und bei Bedarf reinigen.Jährlich kontrollieren; eine vollständige Leerung und Reinigung ist nur in großen Abständen nötig, Hersteller nennen etwa zehn Jahre.
KennzeichnungLeitungen und Entnahmestellen als Nichttrinkwasser gekennzeichnet halten.Mindestens einmal im Jahr prüfen.
Pumpe und SteuerungFunktion prüfen, Nachspeisung testen.Regelmäßig, nach Herstellerangabe.
DokumentationWartung, Prüfung und Reparatur festhalten.Mehrere Jahre aufbewahren, nach Fachangaben bis zu zehn.

Wie oft Ihre Anlage was braucht, hängt von Lage und Aufbau ab. Ein Haus unter Bäumen braucht öfter einen sauberen Filter als ein freistehendes. Wir sehen uns die Anlage an und sagen Ihnen, was fällig ist.

Zisterne reinigen

Am Boden einer Zisterne sammelt sich über die Jahre Schlamm. Wird er zu viel, trübt er das Wasser, verstopft Ansaugfilter und belastet die Pumpe. Dann wird die Zisterne geleert und gereinigt. Das ist ein Fall für den Saugdienst: Das Wasser wird abgepumpt, der Schlamm abgesaugt, die Wände werden gereinigt, und die Anlage wird danach wieder in Betrieb genommen.

Wer in eine Zisterne einsteigt, muss das mit Sicherung und Gaswarnung tun, denn in geschlossenen Behältern kann Sauerstoff fehlen. Das ist keine Arbeit für Heimwerker.

Trinkwasser und Regenwasser strikt trennen

Regenwasser ist kein Trinkwasser, und die Netze müssen getrennt bleiben. Das schreibt die Trinkwasserverordnung vor, und die DIN EN 1717 stuft Regenwasser in die höchste Gefährdungsklasse ein. Ein Rückfließen in das Trinkwassernetz muss ausgeschlossen sein. Für die Nachspeisung mit Trinkwasser ist deshalb nur ein freier Auslauf zulässig, also ein Luftspalt zwischen Zulauf und höchstem Wasserspiegel, der mindestens 20 Millimeter beträgt. Leitungen und Entnahmestellen müssen dauerhaft gekennzeichnet sein.

Verbindungen zwischen den Netzen sind nicht zulässig, auch nicht vorübergehend mit einem Schlauch oder einem Dreiwegehahn. Die Nachspeiseeinrichtung darf nur ein zugelassener Fachbetrieb einbauen.

Regenwasser in Erlensee: neue Regeln seit April 2026

Die Stadt Erlensee hat ihre Entwässerungssatzung geändert. Der Beschluss fiel im Februar 2026, seit dem 1. April 2026 gilt die neue Fassung. Sie ergänzt Regeln zur Regenwasserbewirtschaftung: Grundstückseigentümer sollen Regenwasser sammeln, nutzen, versickern, verdunsten oder gedrosselt ableiten. Als Anlagen werden unter anderem Zisternen und Rückhalteanlagen genannt.

Für Eigentümer in Erlensee heißt das: Eine funktionierende Zisterne zählt zu dem, was die Stadt ausdrücklich nennt, und sie sollte in Ordnung sein. Was die Satzung im Einzelnen für Ihr Grundstück verlangt, lesen Sie im Wortlaut der Satzung oder fragen bei der Stadt nach. Wir ersetzen keine Auskunft der Stadt, helfen aber bei allem, was an Ihrer Anlage technisch zu tun ist.

Typische Probleme und was dahintersteckt

  • Trübes oder riechendes Wasser: Schlamm in der Zisterne oder ein verschmutzter Filter.
  • Pumpe läuft ständig oder schaltet oft an und aus: Luft in der Leitung, undichte Stelle oder defekte Steuerung.
  • Kein Wasser an den Entnahmestellen: Zisterne leer, Ansaugfilter verstopft, Pumpe ohne Wasser.
  • Zisterne läuft über: Überlauf verstopft oder Zufluss zu groß.
  • Der Wasserstand sinkt, ohne dass Wasser verbraucht wird: Undichtigkeit.

Häufige Fragen

Fragen zu Regenwassernutzung

Wie oft muss ich den Filter meiner Regenwasseranlage reinigen?

Mindestens zweimal im Jahr: im Frühjahr nach der Pollenzeit und im Herbst nach dem Laubfall. Bei Bäumen in der Nähe öfter.

Wann muss eine Zisterne gereinigt werden?

Sie sollten sie jährlich kontrollieren. Gereinigt wird, wenn sich Schlamm abgesetzt hat. Eine vollständige Leerung und Reinigung ist nur in großen Abständen nötig: Hersteller nennen etwa zehn Jahre, bei viel Schlamm früher.

Muss ich meine Regenwassernutzungsanlage anmelden?

Ja, nach der Trinkwasserverordnung muss eine solche Anlage beim Gesundheitsamt angezeigt werden. Fragen Sie beim Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises nach den Einzelheiten.

Darf ich Regenwasser als Trinkwasser verwenden?

Nein. Regenwasser ist kein Trinkwasser. Es eignet sich für Garten, Toilettenspülung und Waschmaschine, und die Netze müssen strikt getrennt sein.

Was hat sich in Erlensee 2026 geändert?

Die Stadt hat ihre Entwässerungssatzung um Regeln zur Regenwasserbewirtschaftung ergänzt. Sie gilt seit dem 1. April 2026. Den Wortlaut finden Sie in der Bekanntmachung der Stadt.

Wer darf in eine Zisterne einsteigen?

Nur mit Sicherung und Gaswarnung, denn in geschlossenen Behältern kann Sauerstoff fehlen. Das gehört nicht in Heimwerkerhand.

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